Kölner VDI Förderpreis 2014

Hoch hinaus mit dem VDI - Junge Ingenieure werden geehrt

In der modernen Welt scheint die Tugend des Fleißes fast vergessen angesichts der vielen jungen "High Potentials" und vermeintlichen "Überflieger". "Wirklich von Dauer sind nur die eigene Leistung und das eigene Netzwerk. Auch für diese endlich wieder an Wert gewinnenden Werte stehen wir und werden diese fördern", sagte Robert Kyrion, Vorstandsmitglied im Kölner BV, bei seiner Eröffnungsrede zur Verleihung des VDI-Förderpreises im KölnSky.

Die nachfolgende Ansprache des Ministerialdirigenten Karl-Uwe Bütof aus dem NRW-Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk untermauerte auch aus eigener Sicht dieses grundlegende Verständnis. Ein Überflieger im eigentlichen Sinne des Wortes war an diesem außergewöhnlichen Abend vor allem einer: Astronaut und Ehrengast Dr. Reinhold Ewald aus dem Kölner Luft- und Raumfahrtzentrum sprach als Gastredner zum Publikum. Erstmalig in der Historie des Kölner VDI Förderpreises wurden gleich vier Preisträger für ihre herausragenden Abschlussarbeiten zum Studium einer ingenieurwissenschaftlichen Fachrichtung ausgezeichnet. Im gesamten Einzugsgebiet des
Bezirksvereins, das knapp 6.700 Mitglieder umfasst und sich von der belgischen Grenze bis nach Gummersbach sowie von Düsseldorf bis nach Rheinland-Pfalz erstreckt, waren zahlreiche Studierende der Ingenieur- und Naturwissenschaften im Rennen um den begehrten Kölner VDI Förderpreis angetreten. Aus den hochwertigen Arbeiten kürten die Juroren unter interessierter Beobachtung von VDI-Direktor Ralph Appel aus Düsseldorf, weiteren VDI Köln-Vorständen wie Prof. Dr. Till Meinel und der Kölner „Nacht der Technik“-Projektleiterin Thabea Müller folgende Arbeiten: Premiere feierte an diesem Abend zudem der Sonderpreis der Kreissparkasse Köln (KSK). Dieser wurde von KSK-Regionaldirektor Wolfgang Eckert an Tobias Schwank (Hochschule Bonn-Rhein-Sieg) überreicht. Getreu dem diesjährigen Motto "Hoch hinaus mit dem VDI Köln" erhält Schwank für seine Bachelorarbeit über den "Oxidative[n] Abbau industrieller Kraft-Lignine durch Ozon" eine Fahrt mit dem kreissparkasseneigenen Heißluftballon.
Neben den Preisträgern und ihren Familien waren hochkarätige Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft geladen. So bot sich am Ende des offiziellen Teils mit einem finalen Comedy-Akt von Alex Schick und einer wohltätigen Aktion zugunsten des VDIni-Clubs für alle die Gelegenheit für angeregte Unterhaltungen und Diskussionen. Neben der Agentur "KölnerEventWerkstatt" kam für die inhaltliche Organisation des Abends ein studentisches Team um den Studierenden Sebastian Arndgen zum Einsatz, das trendgerecht inzwischen auch frei buchbar ist (studivent.koeln) – ein weiterer Beleg für die anfängliche und schon seit der Antike bekannte und immer noch wahre These des VDI Köln-Vorstands Robert Kyrion: "Ohne Fleiß kein Preis."

 

Preisträger 2014

1. Platz: Michael Radermacher (2.000 Euro)

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
"Performance estimation and optimization of the IEEE802.11 MAC layer for long distance point-to-point links"
Der Preis wurde durch Stefan Weber, "Sales West Germany"-Leiter von Buderus, überreicht.


2. Platz: David Weisheit (1.000 Euro)

Rheinische Fachhochschule Köln
"Die automatische Identifikation regelungstechnischer Modellparameter eines Permanent-Syncronmotors"


3. Platz: Frederic Burmeister (500 Euro)

Technische Hochschule Köln
"Konstruktion einer Schrottschere für stranggepresste Aluminiumprofile und Planung der Einbindung in die vorhandene Strangpressanlage"